Zivilisationskrankheiten umkehrbar durch Paläoernährung

Carbie: Folgen der allgemein verbreiteten Ernährungsweise nach DGE-Vorgaben

Carbie: Folgen der allgemein verbreiteten Ernährungsweise nach DGE-Vorgaben

Fazit zum 2. Symposium der Deutschen Gesellschaft für Paläoernährung – Teil 1

Am Samstag trafen sich Paleo-Anhänger und -Interessierte, darunter viele Ärzte, Heilpraktiker, Ernährungsberater und andere Berufsgruppen aus dem Gesundheitsbereich sowie interessierte Laien, zum 2. Symposium der Deutschen Gesellschaft für Paläoernährung (DGPE) in Schweinfurt.

Dr. Rainer Klement spricht über Steinzeit in der Neuzeit

 

Dr. Rainer Klement: Zivilisationskrankheiten sind umkehrbar

Den Auftakt machte Dr. Rainer Klement, der 1. Vorsitzende der DGPE, mit einer kurzen Einleitung zum Thema „Warum Steinzeit in der Neuzeit?“ Die Quintessenz, die er vermittelte, war: die „chronischen Zivilisationskrankheiten“ in unserer modernen Gesellschaft sind nicht chronisch sondern umkehrbar! Er zeigte insbesondere zwei brandneue Studien aus 2014, die positive Effekte der Paleo-Ernährung bei Demenz, Alzheimer und entzündlichen Darmerkrankungen zeigten.

Leider sind die Studien relativ klein, da für solch alternative Wege kaum Geldmittel zur Verfügung stehen. Die Pharmaindustrie und somit auch die Politik hat natürlich kein Interesse an diesem Wissen – es könnte ja zu weniger Umsätzen und Steuereinnahmen führen…

Das Publikum folgt gespannt Peter Hinojals Ausführungen zur bildhaften Ernährungssprache

Danach brachte uns Peter Hinojal, Personal Trainer und Ernährungscoach, die bildhafte Ernährungssprache näher. Es ist grandios einfach verständlich: Kohlenhydrate sind Papier – das brennt schnell, ist schnell weg und man muss neues nachlegen, um wieder Energie zu haben. Fett ist das Brikett – es braucht sehr lange zum Verbrennen und liefert langanhaltende Energie. Die Eiweiße schließlich sind die Bausteine, die dem Körper die Struktur geben. Einfacher kann man es wirklich nicht erklären 😉

Wenn man nicht der Typ für eine schnelle Umstellung ist, denn Ernährung ist Gewohnheit, dann kann man mit 2 perfekten Tagen in der Woche beginnen, nach 4 Wochen einen Tag hinzunehmen usw. Dann wird mit der Zeit die gesunde Ernährung zur Gewohnheit.

Dr. Sabine Paul, Evolutionsbiologin, erkundete die Paläoernährung bei noch heute lebenden Jäger und Sammler Naturvölkern, den Hadza in Afrika. Die drei für mich wichtigsten Punkte waren:

1) Brennnesseln und andere wildwachsende Pflanzen und Kräuter enthalten mehr Nährstoffe als das Gemüse, das wir heutzutage kaufen können.

2) Wir sollten noch viel mehr saisonal essen, auch was Eier betrifft, denn es gibt ja nicht nur Hühnereier, sondern auch andere Sorten. In der Saison isst man besonders viel der dann verfügbaren Nahrungsmittel und danach isst man diese wieder lange Zeit nicht mehr.

3) Fette: Ganz im Sinne des „nose to tail“-Prinzips (das komplette Tier verwerten und nicht nur die besten Stücke essen) kann man beim Metzger z.B. Rindertalg oder Gänseschmalz bekommen, welche sehr gut zum Braten geeignet sind.

Verkostung der paloneo Dinobeere beim 2. Symposium der Deutschen Gesellschaft für Paläoernährung

In der Mittagspause haben wir meine für Kinder entwickelten Dinobeeren, eine natürliche Süßigkeit auf Basis von Beeren und Kokos, verkostet. Was soll ich sagen? 170 Fruchtbällchen waren innerhalb von 15 Minuten komplett weg! Das Feedback war toll 🙂 Schließlich kann man den Kids nicht einfach so sagen, dass sie jetzt nichts Süßes mehr essen dürfen – eine Alternative musste also geschaffen werden!

Hier geht es weiter zu Teil 2…

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